Gesellschaft für Erforschung der Steinkreuze

Diese Organisation wurde im Jahre 1984 gegründet. Es handelt sich um eine Gruppe von Menschen, die sich um eine Datenbank der in Böhmen und Mähren befindlichen Steinkreuze bemühen. Im Laufe der Zeit erweiterte die Gesellschaft ihre Tätigkeit auch auf andere Kleindenkmäler in der Landschaft und das nicht nur in Tschechien. Der Kreis der Interessenten besteht aus Menschen, welche ständig in der Gesellschaft mitarbeiten und sich am Ende September jedes Jahres im Museum Asch treffen. In den letzten Jahren geht es um etwa 70-80 Personen aus Tschechien, Polen, Deutschland und der Slowakei. Nicht ohne Bedeutung ist auch die Korespondenz – Hilfe der Öffentlichkeit, die in den vergangenen 25 Jahren die Datenbank um zehnfache an Informationen ergänzt hat.

Die Mitglieder der Gesellschaft forschen zur Zeit nach verlorenen und am meisten bedrohten Kleindenkmäler. Diese sind dann restauriert und zurück in die Landschaft gebracht. Die erworbene Informationen über die Kleindenkmäler sind in ascher Datenbank abgespeichert und für weitere Forschung gedacht und zugänglich.

Zur Zeit enthält die Datenbank 5 940 Posten von Kleindenkmäler, 1 021 Posten von Grenzsteinen, 273 Posten von Steinkreuzen im Ausland und 2 503 Posten von Steinkreuzen im Inland. Ausserdem wurde in den vergangenen Jahren eine Bibliothek von 1 919 Titeln aufgebaut, die aus größerem Teil aus der literarischen Produktion der Mitglieder und Anhänger der Gesellschaft besteht.

Zu den fleißigsten Beiträgern gehören z. B. Karl Friedrich Azzola, Radka und Karel Brůna, Nataša Steinová – Belisová, Klaudia Buganová, Stanislav Burachovič, Jaroslav Dietl, Zdeněk Jaroš, Hynek Jurman, Tomáš Karel, Vladimír Navrátil, Eva Nečasová, Jiří Ošanec, Zdeněk Procházka, Pavel Rund, Valentin Urfus, Jiří Vaněk, Jaroslav Vít, Stanislav Wieser, Daniel Wojtucki u. a.

Im Jahre 1990 wurde im Selbstverlag ein Almanach von Vorträgen der vergangenen Jahresbegegnungen herausgegeben. Als nächste erschienen zwei Sammelbände zum 15. und zum 20. Jahrestag der Gesellschaft. Die Steinkreuzbibliographie erschien zum ersten Mal im Jahre 1995, zum zweiten Mal im Jahre 2000. Die Monographie „Kamenné kříže Čech a Moravy – Steinkreuze Böhmens und Mährens“ wurde vom Verlag Argo im Jahre 1997 verlegt. Es handelte sich um einen Katalog, der vier Jahre später um 273 Zusätze erweitert und wieder verlegt wurde.

Der Československý spisovatel-Verlag gab im Jahre 1990 ein Buch von Erzählungen „Smírčí kameny – Steinkreuze“ und im Jahre 1992 Melantrich-Verlag ein Buch mit dem Name „Kameny pokání – Steine der Buße“ des Schriftstellers Vladimír Preclík heraus.

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